Aktuelle Nachrichten

Zugvogeltag 2020

Ab in den Süden

Der Vogelzug ist wieder voll im Gange. Millionen von Vögeln überqueren dabei die Schweiz in den Mittelmeerraum, nach Nordafrika oder fliegen über die Sahara bis weit nach Südafrika. Sie ziehen sowohl tagsüber wie auch nachts und sind meist in Schwärmen unterwegs. Dabei bevorzugen sie günstige Wetterverhältnisse mit Rückenwind und möglichst ohne Regen. Die Reise in den Süden erfolgt in Etappen und wird immer wieder durch eine mehrtägige Rast unterbrochen. Dabei wird auch der Bodenseeraum oder auch die anderen Seen im Mittelland, gerne als Rastplatz genutzt, um hier die Fettreserven für den anstrengenden Weiterflug aufzufüllen.

Aus Anlass dieses Naturspektakels findet am 03. Und 04. Oktober der 27. Europäische Zugvogeltag statt.

Anlässlich dieser europaweiten Veranstaltung unterhält der NVS Meise Arbon am 03.10.20 in der Steinacher Bucht einen Beobachtungsstand, an dem spannende Fakten zu den Vögeln, ihrem Zugverhalten, Besonderheiten des Vogelzugs und den Gefahren auf dem Zug von Fachleuten erklärt werden.

Für viele Wasservogelarten oder ans Wasser gebundenen Arten ist schon der Bodenseeraum das Ziel ihrer langen Reise aus Nordeuropa, dem Polarmeer oder Sibirien. Je nach Wetterverhältnissen in ihrem Brutgebiet, sind schon verschiedene von ihnen, wie z.B. Blässhühner, Kolbenenten, Reiherenten, Brachvögel, Bekassinen usw. eingetroffen und können beobachtet werden.

Auf der Reise zu uns, in den Mittelmeerraum und nach Afrika müssen die Vögel natürliche Gefahren wie starke Herbstwinde, geografische Hindernisse wie Gebirge oder Meere überwinden. Aber auch menschliche Aktivitäten, wie illegale Jagd, Verlust von Lebensraum durch intensive Landwirtschaft und Bautätigkeit, eintönige Gärten usw. beeinträchtigen die Zugvögel. Geschätzt 25 Millionen Zugvögel verlieren dabei jedes Jahr ihr Leben.

Am Beobachtungsstand erwarten Sie von 10 Uhr bis 16 Uhr Fachleute mit Feldstechern und Fernrohren, um mit Ihnen den faszinierenden Vogelzug zu beobachten und Ihnen interessante Fakten zu den einzelnen Arten und ihren Zugrouten zu verraten.

Igel gefunden

Igel gefunden?

Seit dem 01.07.2020 besteht im „Walter Zoo“ Gossau eine Igelpflegestation (www.igelpflegestation.ch).

In der Igelpflegestation werden pflegebedürftige Igel nur nach telefonischer Voranmeldung ( +41 76 573 65 21, 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr ) aufgenommen und behandelt, bis sie wieder gesund genug sind, um sie dem Finder zur Wiederauswilderung zurückzugeben.

Weitere Infos, siehe hier.

Na-Tour: Mit der App Arbons Natur entdecken

Na-Tour: Mit der App Arbons Natur entdecken

Natur finden wir nicht nur im Wald und auf unseren Wiesen, sie ist auch mitten unter uns im urbanen Raum und hat Erstaunliches zu zeigen. Aus diesem Grund hat unser Verein diese app-basierte Stadtführung «Na-Tour» entwickelt. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche, Erwachsene sowie Familien mit Kindern.

An verschiedenen Posten werden vor Ort erlebbare Themen auf unterhaltsame Weise gezeigt und auf ökologische Zusammenhänge aufmerksam gemacht. Die Teilnehmenden werden angeregt zu beobachten, zu fotografieren und miteinander zu diskutieren. An einzelnen Stellen wurden QR-Codes angebracht. Wer diese findet und einscannt, erhält weitere wissenswerte Informationen. Am Schluss der Tour können die Teilnehmenden mit einem Quiz zeigen, was sie gelernt haben.

Das Resultat kann auf der Homepage der App geladen und mit anderen Teilnehmenden verglichen werden. Ebenso
besteht die Möglichkeit, die gemachten Fotos zu veröffentlichen. So soll im Laufe der Zeit eine schöne Galerie zu Arbons Natur entstehen.

Damit zukünftige Gäste, nebst den vielen anderen Sehenswürdigkeiten, auch Arbons Naturseite kennenlernen, wird das Angebot demnächst auf der Homepage von Arbon Tourismus aufgenommen.

Die Tour ist kostenlos. Gerne werden Spenden angenommen, um ökologische Projekte in und um Arbon zu fördern.

Stadtpräsident Dominik Diezi sowie der Arboner Stadtrat begrüssen dieses Engagement des Natur- und Vogelschutzvereins Meise ausserordentlich und unterstützen das Projekt «Na-Tour» mit einem finanziellen Beitrag.

Die App steht seit dem 22. Mai 2020 zur Verfügung.

Nähere Informationen zum Download und zur Installation auf dem Smartphone finden sich unter www.na-tour.ch.

Kontakt: Natur- und Vogelschutzverein «Meise», Arbon
Fernando Lopez, fernando.lopez@meisearbon.ch, 079 286 03 38
Bilder:

Stunde der Gartenvögel 2020

„Stunde der Gartenvögel“

Danke an alle, die mitgemacht haben! Schweizweit haben 7072 Personen, Familien und Gruppen ihre Daten eingeschickt – so viele wie noch nie. Insgesamt beobachteten und meldeten sie 220’733 Vögel aus 177 Arten.

Die nächste Stunde der Gartenvögel findet vom 5. bis 9. Mai 2021 statt.

Der Neuntöter – Vogel des Jahres 2020

  Patrik Donini

Der Neuntöter, Vogel des Jahres 2020 von BirdLife Schweiz, benötigt Dornbüsche in Hecken als Nistplatz sowie Magerwiesen mit vielen Insekten für die Nahrungssuche. Um eine ganze Neuntöter-Population zu erhalten, müssen diese Elemente in der Landschaft in genügendem Umfang und Qualität vorhanden sein. Der Neuntöter ist deshalb ein guter Botschafter für die Ökologische Infrastruktur und für eine Landwirtschaft, die mit der Natur im Gleichgewicht ist. Wegen der höchst intensiven Nutzung des Kulturlandes haben sich die Bestände des Neuntöters in der Schweiz in den letzten 30 Jahren halbiert.

Weitere Infos bei: SVS BirdLife

Stand-Up-Paddling: Nur Motorboote sind schlimmer für Vögel

Stand-Up-Paddling: Nur Motorboote sind schlimmer für Vögel

Eine Masterarbeit aus Deutschland bescheinigt der Trendsportart des Stehpaddelns ein hohes Störpotenzial für Wasservögel. Das deckt sich mit einem Bericht der Vogelwarte Sempach. Es brauche klarere Informationen für Wassersportler, mahnt der Sprecher der Vogelwarte.

Im Vergleich mit anderen Wassersportarten wie Rudern oder Segeln habe Stand-Up-Paddling (SUP) eine überdurchschnittlich hohe Störwirkung auf Wasservögel, attestiert eine Masterarbeit aus Deutschland. Die Studie im Auftrag des Landesbundes für Vogelschutz berichtet zum Beispiel von einem Fall am Bodensee, wo ein Stehpaddler Vögel aus 1,5 Kilometern Entfernung aufschreckte. Noch stärker würden die Tiere nur von Motorbooten gestört, so Studienautor Matthias Bull.

Eine systematische Erhebung für die Schweiz gibt es zwar noch nicht, aber ein Bericht der Vogelwarte Sempach kommt zu einem ähnlichen Fazit: Ein einzelner Stand-Up-Paddler könne tausende Wasservögel aufscheuchen, selbst aus über einem Kilometer Distanz, heisst es da. Dabei könne es auch zu Kettenreaktionen kommen: Die empfindlichsten Vogelarten können eine Flucht auch bei unempfindlicheren Arten auslösen.

  Auf dem See fehlen Hinweisschilder: Stand-Up-Paddler können unwissentlich zu nah an bedeutende Wasservogelgebiete paddeln. Ihre Silhouette ist weithin sichtbar. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Stehen stört mehr als Sitzen

Im Vergleich zu Paddel- oder Ruderbooten liegen die belegten Fluchtdistanzen der Vögel – also die Distanzen, bei denen sie die Flucht ergreifen – demnach um ein Vielfaches höher. «Das Problem ist, dass beim Stand-Up-Paddeln die Silhouette des Menschen weithin sichtbar ist», erklärt Livio Rey, Sprecher der Vogelwarte, im Gespräch mit der Agentur Keystone-SDA. Ein Schwarm habe zudem viele Augen, die die Silhouette erspähen können. Fliegen einzelne Vögel auf, folgen die anderen.

Da der Trendsport immer beliebter und vermehrt ganzjährig ausgeführt wird, scheuchen SUPs auch im Winter Wasservögel auf. Einer Zeit also, während der die Vögel keine Energie verschwenden sollten. Werden die Vögel in bestimmten Gebieten immer wieder gestört, meiden sie diese Gebiete anschliessend. Gerade für sensible Arten wird der Lebensraum dadurch noch knapper als er es ohnehin schon ist.

Gewöhnung nicht möglich

An Kursschiffe und Motorboote mit festen Routen können sich Wasservögel eher gewöhnen, so Rey weiter. An die völlig unvorhersehbaren Bewegungen der Stand-Up-Paddler jedoch nicht. Die Vogelwarte plädiert wegen des hohen Störpotenzials für ein Verbot von SUP in bedeutenden Wasservogelgebieten und in einer Pufferzone von mehr als einem Kilometer um diese herum.

Die Bewegung in der Natur wolle man dabei niemanden verwehren, so Rey. Es gebe genug Gebiete, wo SUPs unproblematisch seien. Das Problem sei vor allem, dass es den Wassersportlern an Informationen fehle, wo Stand-Up-Paddeln problematisch ist und wo nicht.

«Für Wanderungen gibt es Tourenvorschläge und Informationstafeln für Schutzgebiete, die über Verhaltensregeln aufklären – auf einem See gibt es keine solchen Vorschläge oder Schilder.» Die Vogelwarte werde deshalb das Gespräch mit Behörden und betroffenen Organisationen suchen, um auszuloten, wie die Sensibilisierung der Wassersportler verbessert werden könne.

Quelle . Tagblatt / Thurgauer Zeitung 02.01./03.01.2019

Beschränkte Freiheit für Drohnen

Beschränkte Freiheit für Drohnen

Nachdem nun in der Steinacher Bucht auch auf Steinacher Seite die Naturschutzgebietstafeln stehen, möchte der Verein mit diesem kurzen Beitrag auch auf das Problem von Störungen durch Drohnen über Naturschutzgebiete aufmerksam machen.

Für Drohnen gibt es im Kanton Thurgau mehrere Sperrzonen. Dies betrifft die Umgebung der Flugplätze Friedrichshafen und Altenrhein, sowie die verschiedenen Vogelschutzreservate am Bodenseeufer.

Der Flugplatz Friedrichshafen schränkt den Betrieb der Drohnen am Bodenseeufer zwischen Landschlacht und Salmsach ein, und der Flugplatz Altenrhein auf dem See und über Land bis Roggwil (blau). In diesen Zonen dürfen die Drohnen nicht höher als 150 m fliegen.

Gar keine Ausnahme, d.h. fliegen ist verboten, gibt es in den Vogelreservatszonen von Eschenz bis Rheinklingen, sowie in der Steinacher und Rorschacher Bucht (ocker), siehe auch Abbildung.

Auszug aus „Beschränkte Freiheit für Drohnen über Thurgauer Himmel“, Thurgauer Zeitung vom 15.10.2018

Siehe auch „Zivile Drohnen – Herausforderungen und Perspektiven», 2018 vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich

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