Aktuelle Nachrichten

Hauptvesammlung 2020

Hauptversammlung 2020

Liebe Mitglieder, liebe Natur- und Vogelschutzfreundinnen und -freunde

Der NVS Meise lädt Sie recht herzlich zu seiner Hauptversammlung 2020 ein. Diese findet wiederum im Obergeschoss der neuen Säntissporthalle beim Berglischulhaus Arbon am Sa. 29.02.2020 statt.

Nach dem statuarischen Teil stellt Christa Glauser , Stv. Geschäftsführerin des SVS BirdLife, verschiedene Projekte und Vorhaben der Dachorganisation vor.

Zum Abschluss zeigt uns Hans Zuppiger eine Auswahl seiner Tier- und Pflanzen Fotos.

Die Vorträge, ab ca. 15:00 Uhr sind wieder öffentlich.

Die komplette Einladung mit Programm dazu finden Sie hier:

Einladung Programm

Der Neuntöter – Vogel des Jahres 2020

  Patrik Donini

Der Neuntöter, Vogel des Jahres 2020 von BirdLife Schweiz, benötigt Dornbüsche in Hecken als Nistplatz sowie Magerwiesen mit vielen Insekten für die Nahrungssuche. Um eine ganze Neuntöter-Population zu erhalten, müssen diese Elemente in der Landschaft in genügendem Umfang und Qualität vorhanden sein. Der Neuntöter ist deshalb ein guter Botschafter für die Ökologische Infrastruktur und für eine Landwirtschaft, die mit der Natur im Gleichgewicht ist. Wegen der höchst intensiven Nutzung des Kulturlandes haben sich die Bestände des Neuntöters in der Schweiz in den letzten 30 Jahren halbiert.

Weitere Infos bei: SVS BirdLife

Stand-Up-Paddling: Nur Motorboote sind schlimmer für Vögel

Stand-Up-Paddling: Nur Motorboote sind schlimmer für Vögel

Eine Masterarbeit aus Deutschland bescheinigt der Trendsportart des Stehpaddelns ein hohes Störpotenzial für Wasservögel. Das deckt sich mit einem Bericht der Vogelwarte Sempach. Es brauche klarere Informationen für Wassersportler, mahnt der Sprecher der Vogelwarte.

Im Vergleich mit anderen Wassersportarten wie Rudern oder Segeln habe Stand-Up-Paddling (SUP) eine überdurchschnittlich hohe Störwirkung auf Wasservögel, attestiert eine Masterarbeit aus Deutschland. Die Studie im Auftrag des Landesbundes für Vogelschutz berichtet zum Beispiel von einem Fall am Bodensee, wo ein Stehpaddler Vögel aus 1,5 Kilometern Entfernung aufschreckte. Noch stärker würden die Tiere nur von Motorbooten gestört, so Studienautor Matthias Bull.

Eine systematische Erhebung für die Schweiz gibt es zwar noch nicht, aber ein Bericht der Vogelwarte Sempach kommt zu einem ähnlichen Fazit: Ein einzelner Stand-Up-Paddler könne tausende Wasservögel aufscheuchen, selbst aus über einem Kilometer Distanz, heisst es da. Dabei könne es auch zu Kettenreaktionen kommen: Die empfindlichsten Vogelarten können eine Flucht auch bei unempfindlicheren Arten auslösen.

  Auf dem See fehlen Hinweisschilder: Stand-Up-Paddler können unwissentlich zu nah an bedeutende Wasservogelgebiete paddeln. Ihre Silhouette ist weithin sichtbar. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Stehen stört mehr als Sitzen

Im Vergleich zu Paddel- oder Ruderbooten liegen die belegten Fluchtdistanzen der Vögel – also die Distanzen, bei denen sie die Flucht ergreifen – demnach um ein Vielfaches höher. «Das Problem ist, dass beim Stand-Up-Paddeln die Silhouette des Menschen weithin sichtbar ist», erklärt Livio Rey, Sprecher der Vogelwarte, im Gespräch mit der Agentur Keystone-SDA. Ein Schwarm habe zudem viele Augen, die die Silhouette erspähen können. Fliegen einzelne Vögel auf, folgen die anderen.

Da der Trendsport immer beliebter und vermehrt ganzjährig ausgeführt wird, scheuchen SUPs auch im Winter Wasservögel auf. Einer Zeit also, während der die Vögel keine Energie verschwenden sollten. Werden die Vögel in bestimmten Gebieten immer wieder gestört, meiden sie diese Gebiete anschliessend. Gerade für sensible Arten wird der Lebensraum dadurch noch knapper als er es ohnehin schon ist.

Gewöhnung nicht möglich

An Kursschiffe und Motorboote mit festen Routen können sich Wasservögel eher gewöhnen, so Rey weiter. An die völlig unvorhersehbaren Bewegungen der Stand-Up-Paddler jedoch nicht. Die Vogelwarte plädiert wegen des hohen Störpotenzials für ein Verbot von SUP in bedeutenden Wasservogelgebieten und in einer Pufferzone von mehr als einem Kilometer um diese herum.

Die Bewegung in der Natur wolle man dabei niemanden verwehren, so Rey. Es gebe genug Gebiete, wo SUPs unproblematisch seien. Das Problem sei vor allem, dass es den Wassersportlern an Informationen fehle, wo Stand-Up-Paddeln problematisch ist und wo nicht.

«Für Wanderungen gibt es Tourenvorschläge und Informationstafeln für Schutzgebiete, die über Verhaltensregeln aufklären – auf einem See gibt es keine solchen Vorschläge oder Schilder.» Die Vogelwarte werde deshalb das Gespräch mit Behörden und betroffenen Organisationen suchen, um auszuloten, wie die Sensibilisierung der Wassersportler verbessert werden könne.

Quelle . Tagblatt / Thurgauer Zeitung 02.01./03.01.2019

Beschränkte Freiheit für Drohnen

Beschränkte Freiheit für Drohnen

Nachdem nun in der Steinacher Bucht auch auf Steinacher Seite die Naturschutzgebietstafeln stehen, möchte der Verein mit diesem kurzen Beitrag auch auf das Problem von Störungen durch Drohnen über Naturschutzgebiete aufmerksam machen.

Für Drohnen gibt es im Kanton Thurgau mehrere Sperrzonen. Dies betrifft die Umgebung der Flugplätze Friedrichshafen und Altenrhein, sowie die verschiedenen Vogelschutzreservate am Bodenseeufer.

Der Flugplatz Friedrichshafen schränkt den Betrieb der Drohnen am Bodenseeufer zwischen Landschlacht und Salmsach ein, und der Flugplatz Altenrhein auf dem See und über Land bis Roggwil (blau). In diesen Zonen dürfen die Drohnen nicht höher als 150 m fliegen.

Gar keine Ausnahme, d.h. fliegen ist verboten, gibt es in den Vogelreservatszonen von Eschenz bis Rheinklingen, sowie in der Steinacher und Rorschacher Bucht (ocker), siehe auch Abbildung.

Auszug aus „Beschränkte Freiheit für Drohnen über Thurgauer Himmel“, Thurgauer Zeitung vom 15.10.2018

Siehe auch „Zivile Drohnen – Herausforderungen und Perspektiven», 2018 vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich

Kommentare sind geschlossen.